Eine neue Website soll besser aussehen und mehr für dein Unternehmen leisten. Blöd nur, wenn beim Umzug die wichtigsten Inhalte verschwinden. Unsere Website-Relaunch-Checkliste hilft dir, Gestaltung, Suchmaschinenoptimierung und Funktion zusammenzudenken. Der neue Look darf überraschen. Die Fehlerseite lieber nicht.

Erst klären: Was soll nach dem Relaunch besser sein?

„Moderner werden“ ist ein Anfang, aber noch kein Projektziel. Sollen mehr passende Anfragen eingehen? Finden Bewerber eure Stellen nicht? Ist die mobile Bedienung ein kleiner Hindernisparcours? Schreib drei konkrete Probleme auf und entscheide, woran du später eine Verbesserung erkennst. Das verhindert Diskussionen, bei denen zwölf Menschen gleichzeitig „irgendwie frischer“ sagen.

Ein fiktives Beispiel: Ein Handwerksbetrieb bekommt viele allgemeine Anfragen, aber kaum welche zu seiner wichtigsten Leistung. Dann gehören verständliche Leistungsseiten und ein passender Kontaktweg auf die Liste. Ein neues Hintergrundvideo allein löst die Aufgabe vermutlich nicht.

Vorher sichern: Inhalte, URLs und die guten Sachen

Erstelle eine Übersicht der bisherigen Seiten. Welche bringen Besucher, welche beantworten wichtige Kundenfragen, welche werden intern oder von anderen Websites verlinkt? Dafür helfen vorhandene Auswertungen und die Search Console. Ergänze eine manuelle Sichtung: Ein häufig verschicktes PDF kann wichtig sein, obwohl es im Lieblingsdiagramm kaum auftaucht.

  • Jede bestehende URL bekommt eine Entscheidung: behalten, überarbeiten, zusammenführen oder entfernen.
  • Wichtige Texte, Bilder, Downloads und SEO-Angaben werden gesichert.
  • Für geänderte Adressen wird ein fachlich passendes neues Ziel festgelegt.
  • Formulare, Buchungen und andere wichtige Abläufe bekommen einen eigenen Testpunkt.

Weiterleitungen sind keine digitale Sammelgarage

Alte URLs sollten bei einem dauerhaften Wechsel auf passende Nachfolger führen. Einfach alles zur Startseite zu schicken, ist selten hilfreich. Wer einen bestimmten Service sucht, möchte nicht erneut die komplette Speisekarte studieren. Google empfiehlt beim URL-Wechsel eine Zuordnung alter und neuer Adressen sowie relevante Weiterleitungen. Auch vorübergehende Schwankungen in der Suche sind möglich. Die Hinweise von Google zu Website-Umzügen beschreiben die technischen Grundlagen.

Am Starttag: Nicht nur die Startseite anschauen

Öffne die wichtigsten Unterseiten auf Smartphone und Desktop. Klicke Kontaktbuttons an, versende eine Testanfrage und prüfe auch ihren Eingang. Kontrolliere Seitentitel, interne Links und die Freigabe für Suchmaschinen. Eine Testsperre, die versehentlich live bleibt, ist ungefähr so nützlich wie „Geschlossen“ am Eröffnungstag.

Praktisch ist eine kleine Abnahmeliste mit vier Spalten: Aufgabe, verantwortliche Person, Ergebnis und offener Punkt. „Hat bestimmt jemand geprüft“ ist keine dieser Spalten. Halte außerdem fest, wer bei Problemen erreichbar ist und wie eine vorherige Version wiederhergestellt werden kann.

Nach dem Launch ist vor dem Nachschauen

Vergleiche Anfragen und wichtige Seiten über einen sinnvollen Zeitraum. Ein einzelner Dienstag liefert selten die ganze Wahrheit. Prüfe technische Fehler und auffällige Veränderungen zuerst, bevor du das komplette Design wieder umwirfst. Auch nach einem Relaunch brauchen Inhalte und Technik Betreuung; dazu passt unsere Website-Wartung.

Muss beim Relaunch jede URL geändert werden?

Nein. Funktionierende, verständliche Adressen können bleiben. Eine neue Gestaltung verlangt nicht automatisch eine neue URL-Struktur.

Reicht ein schönes Design für bessere Ergebnisse?

Es hilft, wenn es die Nutzung unterstützt. Aussagekräftige Inhalte, funktionierende Kontaktwege und passende Besucher gehören genauso dazu. Unser Beitrag über Landingpages für Kampagnen zeigt, warum auch das Ziel nach dem Klick wichtig ist.

Deine Website braucht einen Neustart mit Plan? Wir verbinden Webdesign mit SEO. Erzähl uns von deinem Relaunch – gern bei einem Kaffee in Montabaur.